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ecopolicy im Unterricht

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Der Weg zum Erfolg - selbstgesteuertes Lernen und Teamarbeit

Schülerinnen und Schüler für selbständiges Arbeiten sowie systemisches Denken und Handeln zu begeistern, ist leichter, als es die hochgesteckten Ziele vermuten lassen.

Bewährt hat sich, im Rahmen des Unterrichts die Schülerinnen und Schüler in Einzel- oder Partnerarbeit mit der Simulation vertraut zu machen. Alle nötigen Informationen über die Wechselwirkungen sowie die verschiedenen Ausprägungen der einzelnen Faktoren können die Spielerinnen und Spieler innerhalb des Programms abrufen. Dabei gilt es, eigenständig Zusammenhänge aus Texten oder Grafiken zu entnehmen und die Diagramme zu verstehen, mit denen die gegenseitigen Abhängigkeiten der Faktoren verdeutlicht werden. Das Lesen und die Auswertung der Kurven werden für Spieler/-innen sinnhafte Erarbeitungsschritte, Mittel zum Zweck, sich in einer doppelt anfordernden Situation zu behaupten: Einerseits ist es ein Anreiz, einen Staat erfolgreicher zu führen als die realen Politiker/-innen das meist tun, andererseits stellt sich in der Lerngruppe erfahrungsgemäß schnell eine positive Konkurrenzsituation bzw. ein intensives Miteinander-um-Lösungen-Ringen ein. Dies zeigt die Erfahrung mit Lerngruppen aller Schularten der Sekundarstufe I in Schleswig-Holstein. Die Lehrkraft kann sich stark zurücknehmen. Impulse für die eigenständige Auseinandersetzung mit den vorhandenen Möglichkeiten reichen aus, um nachhaltige Lernprozesse in Gang zu setzen.

 Schülerinnen und Schüler beim Spielen

Nach einer ersten Begegnung mit der Software entsteht bei den Schülerinnen und Schülern der Wunsch, sich nicht nur über die Programmbedienung und Simulationsabläufe auszutauschen, sondern auch Strategien miteinander zu verbinden, Ergebnisse zu optimieren. Sie kommen häufig an Grenzen, die sie überwinden wollen. Neugier auf erfolgreiche Strategien und der Reiz, das scheinbar leicht überschaubare System besser zu beherrschen, lassen Initiativen zur Teambildung entstehen, die in dieser Phase von der Lehrkraft unterstützt werden sollten. Gemeinsam denken, handeln und verantworten ist dann nämlich keine fremdgesteuerte Aufgabe sondern eine logische Entwicklung. Eine Entwicklung, die in der Schule und in den unterschiedlichsten Fächern gestützt und gefördert werden kann.

 

Die Zusammenarbeit im Team, die gemeinsame Diskussion und Interpretation der erläuternden Diagramme sowie das begründete Abwägen von Entscheidungen sind zentral für den Erfolg in der Simulation sowie auch für den Unterricht. Große Teile dieses Prozesses müssen dabei nicht in der Kernzeit des Unterrichts ablaufen. Schülerteams mit maximal drei (vier in Übungsphasen) Mitgliedern können selbständig in der Freizeit, in Freistunden oder in AGs mit dieser Software arbeiten und sich der Beherrschung komplexer Systeme nähern. Gemeinsame Auswertungsrunden mit allen Teams intensivieren die Kommunikation und geben der Lehrkraft die Möglichkeit, die Erkenntnisprozesse und die lösungsorientierten Strategien zu thematisieren. Die Arbeitsbögen (als Kopiervorlagen in der Broschüre zu finden, siehe "Download") unterstützen die moderierte Eigentätigkeit der Schülerinnen und Schüler. Zunächst geht es darum, sich die Informationsmöglichkeiten innerhalb der Simulation zu erschließen und Überlegungen anzubahnen, die in zielgerichtetem, reflektierten Vorgehen münden. Dafür ist es wichtig, die Vorgehensweise zu protokollieren, um sie so auch einer weiteren Betrachtung und Optimierung zugänglich zu machen. Hilfreich sind dafür auch die Funktionen der Software, die es erlauben, Erklärungen zum jeweiligen Spielstand in allen Bereichen zu erhalten und nach Ende einer Simulation auch eine Gesamtbilanz einsehen und ausdrucken zu können.

Weitere Möglichkeiten ergeben sich durch die Übertragung auf Realsituationen der Kinder. Die Software ecopolicy ist also kein Unterrichtsmaterial, das lediglich sozioökonomische Inhalte vermittelt, sondern sie bietet Möglichkeiten, sich Aufgaben und Problemen in einem relativ überschaubaren Raum mit deutlicher Alltagsrelevanz systemisch zu nähern, über sie zu kommunizieren und so gemeinsam ein systemorientiertes Vorgehen zu erlernen. Insgesamt entlastet der geschilderte Ansatz die Lehrkräfte in der unterrichtlichen Arbeit und eröffnet gleichzeitig neue Perspektiven für modernen Unterricht.

 

Gemeinsame Wettkämpfe von Schülerinnen und Schülern aller Schularten und der Wettstreit mit Entscheidern aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Verwaltung steigern den Aufforderungscharakter der Simulation noch und führen zu einer starken Motivation Der Teilnehmer/-innen und zu einem intensiven Austausch der Generationen, wie die ecopolicyade in verschiedenen Bundesländern zeigt. Solche Wettkämpfe können vor Ort mit wenig Aufwand organisiert und durchgeführt werden. Die lokalen Medien haben grundsätzlich ein deutliches Interesse an solchen Aufeinandertreffen von Entscheidern/-innen und Schülern/-innen.

 

Wenn Sie die Durchführung eines öffentlichen Wettkampfes von Schülern/-innen Ihrer Schule mit lokaler Prominenz benötigen, wenden Sie sich bitte an das ecopolicyade-Büro (dort können Sie ggf. auch die Genehmigung zur Nutzung des Begriffes ecopolicyade erhalten).